Statuten Schweizer Verein

 

1. Name und Sitz

Unter dem Namen „Land für die Erde“ besteht ein nicht Gewinn orientierter Verein, gemäss den vorliegenden Statuten und im Sinne von Art.60 ff. ZGB mit Sitz in Unterägeri, Zug auf unbeschränkte Dauer.

 

2. Zweck

-Der Verein erachtet jedes Leben als das höchste Gut! Alle Menschen gleich welcher Religion und Coleur sollen willkommen sein, wenn Sie wie wir dass was uns verbindet höher stellen wollen als das was uns unterscheidet.
-der Verein bringt Menschen zusammen die das gleiche Ziel haben.
1. Menschen ohne Land mit Tatkraft & Vision, die bereit sind Land unter völlig neuen Gesichtspunkten zu bearbeiten als es in der herkömmlichen Landwirtschaft üblich ist.
2. Menschen mit Land und/oder Vermögen, die sehen worauf unsere heutige Gesellschaft zusteuert und einen Wandel und ein Umdenken aktiv mit herbeiführen möchten jedoch gerade nicht, noch nicht oder nicht mehr die Ressourcen haben solche Projekte aktiv anzusteuern. (Es können gerne Wünsche und Regeln für die jeweilige Schenkung von dem Schenkenden und dem Vorstand/Botschafter für den Verein ausgehandelt werden.)
-Oberste Richtlinie zur Bewirtschaftung der Vereinsflächen ist die Permakultur da Sie Flora, Fauna und den Menschen in ihre Betrachtungen, Überlegungen und Handlungen mit einbezieht, alle möglichen Kombinationsprojekte sollen möglich sein, z.B. Mehrgenerationen Häuser, Ökosiedlungen, neue Schulen, Wildnisspädagogik, alternative Kleinwohnformen, Tierschutz, Naturschutz, allg. Förderung der Biodiversität, Gartenringdörfer und viele andere mehr.
-ebenso können sehr wertvolle Richtlinien zur Bewirtschaftung aus der biodynamischer Landwirtschaft/Demeter, 3 Zonen Gärten, dem Hortus Netzwerk, der solidarischer Landwirtschaft, den Familienlandsitzen, Gartenringdörfern und Waldgärten bezogen werden.
-Gifte und Pestizide kommen keine zum Einsatz, statt dessen nutzen wir die Vorteile einer gesunden Mischkultur, das heranziehen/einen Ausgleich mit natürlichen Gegenspielern, biodynamische Präparate und den Einsatz von Effektiven Mikroorganismen und anderen alternativen Lösungsansätzen.

-Permakulturelle Richtlinien* sollen hierbei die grösste Rolle spielen im gesellschaftlichen Miteinander sowie bei der Bodenbewirtschaftung..

-Der Verein setzt sich ein für eine Renaturierung der Umwelt in einem ganzheitlichen Sinne ein.
-Speziell heisst dies das wir planen und entwickeln neuen Lösungen im Sinne des Verstehens von dauerhaft stabilen Regelkreisläufen in der Natur.
-Wir fördern: den Humusaufbau, Mineralien wieder vermehrt in die Böden zu bekommen und damit in die Früchte & Gemüse.
-Die Biodiversität wird gefördert, besonders wichtig sind gerade jetzt gerade die Insekten hervorzuheben (welche unverzichtbare Bestäuber sind) denen in der Permakultur wieder Freiräume zum Leben gegeben wird, so dass mit Ihnen auch wieder vermehrt Vögel auftreten werden.

-Der Verein fördert und setzt vor allem: Alte, robuste Sorten und findet neue Arten welche in der gleichen Klimazone heimisch sind (nicht invasiv). Diese Bäume, Sträucher und Pflanzen werden unter Berücksichtigung der geologischen und klimatischen Gegebenheiten des jeweiligen Ortes gesetzt.
-Genmanipulierte und hybridisierte Sorten sind nicht erwünscht und werden nicht angebaut.

-Wenn reines Grünland zur Verfügung gestellt wird, sollen alternative, autarke Kleinwohnformen dort zum bewirtschaften und leben zum Einsatz kommen um eine Neuversieglung von Flächen zu vermeiden.

-Bekommt der Verein ein grosses Haus/Gebäude mit Umschwung angeboten, soll der Vorstand abklären ob eine Umrüstung nach ökologischen Massstäben (Dämmung, ev. Minergie taugliche Umrüstung, Entsorgung von ev. Altlasten/gefährlichen Baustoffen) durch die Vereinsmittel möglich ist oder ob eine andere Finanzierung (andere Stiftungen, Förderung durch Gemeinde, Denkmal und Heimatschutz usw.) ermöglicht werden kann, andernfalls muss es erwogen werden das Schenkungsangebot nicht anzunehmen.

-Richtlinien bezüglich der Kommunikation im und ausserhalb des Vereins sollen aus der gewaltfreien Kommunikation und in den Ansätzen der Spiegel-Gesetz-Methode von Christa Kössner geholt werden.

-Vorerst soll alle Arbeit im Verein rein ehrenamtlich ohne Lohnbezüge geregelt werden, durch die gute Verteilung von Aufgaben an geeignete Menschen. Sollte der Verein schnell wachsen das dies nicht mehr möglich ist (und damit eine Umwandlung in eine Stiftung ev. nötig ist), soll geschaut werden ob dies weiterhin ehrenamtlich zu leisten ist oder ob die Generalversammlung in diesem Punkt etwas anderes entscheiden muss damit der Verein weiterhin handlungsfähig kann.

-Tierhaltung soll nur artgerecht und in dem Masse (eher reduziert) geschehen wir es für das Land verträglich und zuträglich ist. Dabei sollen sich die Mitglieder an natürlichen Bedürfnissen der Tiere orientieren und Bodenbeschaffenheit/Bodenverdichtung, Ausscheidungen der Tiere, die Verträglichkeit mit anderen Ökosystemen usw. Im Auge haben. Anträge dazu arbeitet das Gesuch stellende Mitglied selbständig aus und dieses ist dann zur Genehmigung dem Vorstand vorzulegen.

-Der Verein gibt Kurse zu oben aufgeführten Schwerpunkten und ist auch für Wildkräuter und Wildnis-pädagogische Projekte offen.

-Förderung von gleichen oder ähnlichen Projekten.

 

3. Mittel

-Zur Verfügung des Vereinszweckes verfügt der Verein über die freiwilligen Beiträge der Mitglieder.

-Der Verein nimmt gerne Spenden jeglicher Art (Geld-, Land- und Sachspenden) entgegen falls es dem Vereinsziel nicht entgegenläuft diese anzunehmen.

 

4. Mitgliedschaft

-Die Mitgliedschaft steht allen Menschen und Organisationen offen, die ein Interesse an der Erreichung der in Artikel 2 genannten Vereinszwecke haben.

-Aktivmitglied mit Stimmberechtigung kann jeder natürliche und juristische Mensch werden, die ein Interesse an der Permakultur und der Renaturierung der Erde hat und diese umsetzt auf einem eigenen Stück Land, einem gepachteten Stück Land oder einem von dem Verein zur freien Verfügung gestelltem Stück Land.

-Passivmitglied ohne Stimmberechtigung kann jeder natürliche und juristische Mensch werden, wenn er es wünscht und/oder sich mit einmaligen Spenden am Verein beteiligen möchte und/oder im Email-Verteiler über die Neuerungen auf dem laufenden gehalten werden möchte.

-Aufnahmegesuche sind an den/die zuständig ausgewiesenen Menschen für Aufnahmegesuche zu richten, über die Aufnahme entscheidet der Vorstand.
-Im rahmen der Ihm zur Verfügung stehenden Mittel zieht der Verein die Herausgabe/Veröffentlichung eines Informationsblattes für die Mitglieder des Vereins sowie für Interessierte Dritte in Betracht.

 

5. Erlöschen der Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft erlischt:

-bei einem natürlichem Menschen durch Austritt, Ausschluss oder Tod

-bei einem juristischen Menschen durch Austritt, Ausschluss oder Auflösung

 

6. Austritt & Ausschluss

-Ein Vereinsaustritt ist jederzeit Möglich. Der Austritt erfolgt zum Ende eines jeden Kalenderjahres.

-Bei absoluter Dringlichkeit und dem Wunsch des sofortigen Austritts muss dem Vorstand schriftlich die Gründe und die Dringlichkeit dargelegt werden.

-Das Austritts schreiben muss per bestätigter Email oder per Einschreiben mindestens 4 Wochen vor dem Endes des Jahres (Ausnahme: Generalversammlung steht bevor: Dann 4 Wochen vor der Generalversammlung) an das ausgewiesene Mitglied das Zuständig ist für Austrittsgesuche gerichtet werden.
-Ein Mitglied kann nur aus dem Verein ausgeschlossen werden wenn er/sie nachweislich gegen die Vereinsstatuten verstossen hat. Der Vorstand fällt den Ausschlussentscheid.

Das Mitglied kann den Ausschlussentscheid an die Generalversammlung weiterziehen.

 

7. Organe des Vereins

a) der/die Botschafter

b) der Vorstand

c) die Generalversammlung

d) die Rechnungsrevisoren

 

 

8. Der/die Botschafter

-Der/die Botschafter sind Mitglieder des Vorstandes und nehmen das Amt auf Nachfrage an oder lehnen es ab.

-der Botschafter/die Botschafterin vertreten den Verein nach aussen und sind Öffentlichkeitswirksam tätig. Sie sprechen bei Kongressen, Messen und geben Vorträge um das Projekt bekannt zu machen. Sie beteiligen sich aktiv an Verhandlungen mit potenziellen Schenkern und sollten somit mit allen Werten des Vereins kongruent gehen.

 

9. Der Vorstand

-Der Vorstand besteht aus mindestens 1 Mitglied, (keine Höchstzahl da je nach Grösse des Vereins Vorstandbeitritte eingereicht werden können von Working-Space, Landschenkungs-Gruppen die in „Land für die Erde“ von Menschen im Sinne der Permakultur mitwirken)
-Der Vorstand und die Botschafter vertreten den Verein nach aussen und führen die laufenden Geschäfte.
-Der Vorstand darf sich selbst konstituieren, dass die Vorstandsmitglieder selbst über die Aufteilung der verschiedenen Funktionen entscheiden können (Botschafter, Sekretariat, Buchführung usw.)

 

10. Die Generalversammlung

-Das zweit oberste Organ des Vereins ist die Generalversammlung.

-Das oberste Organ des Vereins ist die höchste Moral, Ethik und Philosophie der Welt welche uns dazu veranlasst bessere Menschen zu werden als wir es gerade noch sind. An Ihr orientiert sich die Generalversammlung im Sinne von allem was lebt. (Erde, Pflanzen, Tiere und Menschen, alles eingeschlossen)

-Die Generalversammlung findet jährlich Ende des Sommers (September/Oktober) statt.
Zur Generalversammlung werden die Mitglieder 8 Wochen im voraus per Email eingeladen, unter Beilage der Traktandenliste. Wünsche zur Traktandenliste können bei dem ausgewiesenen Mitglied das jeweils zuständig ist für die Traktandenliste eingereicht werden. -Diese Möglichkeit besteht bis zum verschicken der Taktanden Liste zur Generalversammlung.

Die Generalversammlung hat folgende unentziehbaren Aufgaben:
a) Wahl bzw. Abwahl des Vorstandes sowie der Rechnungsrevisoren
b) Abnahme der Jahresrechnung und des Revisorenberichts
c) Beschluss des Jahresbudges

d) Behandlung der Abschlussrekurse

c) Festsetzung oder Abänderung der Statuten (ausgenommen Art. 2, ist festgesetzt)

-An der Generalversammlung besitzt jedes Aktive Mitglied eine Stimme, die Beschlussfassung erfolgt mit einer einfachen Mehrheit. Passivmitglieder werden zur Generalversammlung eingeladen und dürfen in Ihr sprechen haben jedoch kein Stimmrecht.

 

11. Die Revisoren

Die Generalversammlung wählt jährlich 2 Rechnungsrevisoren, welche die Buchführung kontrollieren und mindestens einmal jährlich eine Stichkontrolle durchführen.

 

12. Unterschrift

Der Verein wird verpflichtet durch die Kollektivunterschrift der Botschafterin/des Botschafters zusammen mit einem weiterem Mitglied des Vorstandes.

 

13. Haftung

-Für die Schulden des Vereins haftet nur das Vereinsvermögen. Eine persönliche Haftung ist ausgeschlossen.

-Die Projekte auf dem zur Verfügung gestellten Vereinsland sind mit den örtlichen Gesetzen vereinbar, darauf muss jedes Projekt selbst acht geben und in Kommunikation mit den örtlichen Behörden treten.
-Hilfe diesbezüglich kann auch beim Verein angefragt werden.
-Für Zuwiderhandlungen in den jeweiligen Projekten haften die Projektinhaber, eine Haftung des Vereins ist ausgeschlossen, es sei denn der Vorstand entscheidet dafür einzutreten, der Verein sollte handlungsfähig bleiben.

 

14. Statutenänderung

Die vorliegenden Statuten können abgeändert werden, wenn 3/4 der stimmberechtigten Mitglieder dem Änderungsvorschlag zustimmen. (Änderungsvorschläge müssen schon in der Traktandenliste in voller Umfäglichkeit allen Vereinsmitgliedern 8 Wochen vor der Generalversammlung vorliegen).
Unantastbar sind folgende Statuten: Zweck des Vereins

 

15.Auflösung des Vereins

-Die Auflösung des Vereins kann nur mit der Zustimmung aller Mitglieder erfolgen.
-Die Zustimmung oder nicht Zustimmung ist falls keine Anwesenheit bei der Generalversammlung möglich ist auch per Email oder anderem Verfahren einholbar.
-Bei der Auflösung des Vereins fällt das Vereinsvermögen an eine Institution, welche den gleichen oder einen ähnlichen Zweck verfolgt.

 

16. Inkrafttreten

Diese Statuten sind an der Gründungsversammlung vom 21.1.2018 angenommen worden und sind mit diesem Datum in Kraft getreten.

 

 

Unterägeri, der 22.1.2019

 

 

Der Vorsitzende: 

 

 

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Der Protokollführer
 
 
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  • Permakulturell gestaltete Lebensräume werden als Systeme aufgefasst, in denen das Zusammenleben von Menschen, Tieren und Pflanzen so miteinander kombiniert wird, dass die Systeme zeitlich unbegrenzt funktionieren und die Bedürfnisse aller Elemente so weit wie möglich erfüllt werden. Bei der Gestaltung solcher Systeme werden auch integrative Denkansätze und Erkenntnisse aus Systemtheorie, Biokybernetik und Tiefenökologie angewandt. Dabei richtet sich die Aufmerksamkeit nicht nur auf die einzelnen Bestandteile eines Systems, sondern insbesondere auch auf die Beziehungen zwischen diesen und ihre optimale Nutzung für den Aufbau produktiver Systeme.Ziel einer permakulturellen Planung ist die Erhaltung und schrittweise Optimierung, um ein sich selbst regulierendes System zu schaffen, das höchstens minimaler Eingriffe bedarf, um dauerhaft in einem dynamischen Gleichgewicht zu bleiben. Dabei stehen sich die Befriedigung kurzfristiger Bedürfnisse und die nachfolgender Generationen gleichwertig gegenüber. Das System soll stets produktiv und anpassbar bleiben. Vorbild sind dabei meist beobachtbare Selbstregulations¬prozesse in Ökosystemen wie etwa Wäldern, Seen und Ozeanen.

  • Das Verständnis von Ökosystemen und der Leitsatz nachhaltige Effizienz statt bloß kurzfristiger Effizienz führt unmittelbar zur Einsicht, selbst gestaltete Systeme vorrangig durch Optimierung klein zu halten, statt sie zu vergrößern, um die Erträge zu maximieren. Das wäre langfristig gesehen eine Energieverschwendung, denn je höher die genutzte Vielfalt und deren produktives Umsatzvermögen, desto weniger Energie muss in das System hineingesteckt werden. Nebenbei erhöht die Vielfalt die Ausfallsicherheit des Systems. Aus diesem Grund wird bei einem permakulturellen Design mehr auf die Beziehungen zwischen den Elementen geachtet, als nur auf die Elemente an sich. Außerdem sind kleine Systeme prinzipiell überschaubarer als große, denn wir Menschen haben ein begrenztes Auffassungsvermögen im Hinblick auf komplexe Vorgänge. Systemisches Denken erfordert komplexes Denken, was aber nicht kompliziert heißen muss, solange das System klein und die Menge der Elemente adäquat bleibt. Ein Beispiel für intelligent genutzte Kleinräumigkeit (small scale design) ist die Kräuterspirale. Das Foto zeigt, wie durch die Nutzung verschiedener Dimensionen und Ebenen mit unterschiedlichem Bodenprofil die benötigte Anbaufläche klein gehalten werden kann. Insbesondere in dicht besiedelten Gebieten mit wenig verfügbarer Anbaufläche ist diese Strategie eine adäquate und hilfreiche Lösung. Das Design größerer Systeme hingegen geschieht am besten in Form eines Mosaiks aus Subsystemen. Die Bildung von Subsystemen setzt in der Natur bei Erreichen einer kritischen Größe ein, dient dem Systemerhalt (Überleben) und kann als eine Strategie zur Optimierung (statt Maximierung) verstanden werden. So gibt es für alle Systeme eine optimale Größe, deren Überschreitung existenzgefährdende Nachteile mit sich bringen würde:
    -kurz- oder langfristige Ineffizienz (Abnahme der Produktivität bzw. des Wirkungsgrades, Unternutzung von Ressourcen, negative Gesamtenergiebilanz)

    -Erstarrung (Abnahme der Flexibilität, destruktive Eigendynamik, Kollaps)Die optimale Größe betrifft sowohl das räumliche Ausmaß als auch die Wachstumsdynamik der Systemelemente: kurze Wege und dichte Kreisläufe sind kurz- oder langfristig effizienter als großräumige Strukturen; Vielfalt von Beziehungen (Multifunktionalität) und begrenztes Wachstum (Sättigung) der Elemente gewährleisten Flexibilität, Dauerhaftigkeit und Selbstregulation von Systemen

2019 Verein Land für die Erde  www.LandfuerdieErde.com